Heinz Nixdorf

Sein Werk im Überblick

Heinz Nixdorf (1925-1986) gehört zu den innovativen und erfolgreichen Unternehmern der deutschen Nachkriegsgeschichte. Als weltweit anerkannter Pionier der dezentralen Datenverarbeitung und für elektronische Rechner schrieb er über 30 Jahre lang Computer-Geschichte. Mit seinem 1952 gegründeten „Labor für Impulstechnik“ legte er den Grundstein für eine der erfolgreichsten Firmengeschichten des letzten Jahrhunderts.Die renommierte Nixdorf Computer AG in Paderborn wurde zu einem der weltweit führenden Unternehmen der Branche.1990 wurde das Unternehmen mit dem Bereich Daten- und Informationstechnik der Siemens AG zur Siemens Nixdorf Informationssysteme AG zusammengeführt. Heinz Nixdorf gilt als Vorbild eines sozialen Unternehmers. Ihm wurde 1983 die Ludwig Erhard-Medaille verliehen. Aus dem Nachlass des 1986 verstorbenen Unternehmers Heinz Nixdorf sind die Heinz Nixdorf Stiftung und die Stiftung Westfalen hervorgegangen.

 

Heinz Nixdorf, Lebensbilder

Die bei den beiden Stiftungen und dort hinterlegten Informationen und Dokumentationen

geben weiteren Aufschluss über die großartige Unternehmerpersönlichkeit.

Insbesondere die Abhandlung "Heinz-Nixdorf, Lebensbilder", unter http://www.stiftung-westfalen.de/fileadmin/Stiftung/templates_stiftung/doc/heinz_nixdorf_lebensbilder.pdf    beschreibt seine Rolle als Vorbild eines sozialen Unternehmers. 

 

Literatur und Begegnung

Über Ihn wurden 3 Bücher verfasst:

  • Heinz Nixdorf. Eine Biografie, von Christian Berg
  • Heinz Nixdorf: Der Sportsmann und Förderer des Sports, von Volker Werb
  • Heinz Nixdorf - eine deutsche Karriere, von Klaus Kemper

Das Heinz Nixdorf MuseumsForum Paderborn, www.hnf.de, ist das größte Computer Museum der Welt und unbedingt eine Reise wert. Auf spannendste Art und Weise wird die Geschichte der Kommunikation von der Keilschrift bis zur modernsten Computertechnologie mit alle angrenzenden Themenbereiche abgebildet.

 

Heinz Nixdorf. Der Segler

Auch als Segler steuerte Heinz Nixdorf auf Erfolgskurs.

Noch als sechzigjähriger gehörte er in der olympischen Starbootklasse zur internationalen Spitze. Sein größter Einzel-Erfolg war ein Tagessieg bei der Weltmeisterschaft im Spanischen Laredo.

Doch es ging ihm weniger um den eigenen Erfolg als den des Teams.

Mit dem legendären Mallorca-Training hat er die deutschen Starboot-Crews in die Weltspitze gepuscht. Später half er auch anderen Klassen das effektive Wintertraining zu ermöglichen. Die Vorgehensweise wurde zum Vorbild jahrzehntelanger Saisonvorbereitungen im deutschen olympischen Segelsport. 

 

Bei einem Vortrag im Bundeskanzleramt sagte er 1985: "Sie können sich gar nicht vorstellen, mit welcher Intensität ich als sechzigjähriger mit den Olympiateilnehmern bei der Kieler Woche segle. Mir ist Wettbewerb wirklich ein Quell des Vergnügens."

 

Leistung, so Heinz Nixdorfs Credo, müsse honoriert und gefördert werden, denn schlussendlich schaffe Leistung Perspektiven.

Jungen Talenten hat er ohne viel Aufhebens unter die Arme gegriffen. Dabei ging es nicht um Geld. Er hat immer wieder andere mitgerissen und zu Spitzenleistungen angestachelt. Viele deutsche Top-Segler haben ihm ihre Erfolge zu verdanken. Einige davon sind heute noch im Heinz Nixdorf Verein aktiv.


Pressestimmen zu Heinz Nixdorf

"In der illustren Reihe der Gründungsunternehmer, die in den 50er, 60er und 70er Jahren als Symbol für das deutsche "Wirtschaftswunder" standen, war er der Bedeutendste."

"Handelsblatt", 17. März 1986

 

"Eine Seglerpersöhnlichkeit, die dem Segelsport mehr gab, als einer breiten Öffentlichkeit bekannt war."

"Yacht", März 1986